Herausforderndes Verhalten von Schülerinnen und Schülern
Inhalt
Ziele
- Die Teilnehmenden deuten herausforderndes Verhalten als Ausdruck ungestillter bzw verletzter menschlicher Bedürfnisse.
- Die Teilnehmenden lernen die Kollegiale Fallanalyse als spezielles Verfahren zur beratenden Diagnostik kennen und üben seine Anwendung.
- Die Teilnehmenden kennen die grundlegenden Förderansätze und üben die Ableitung einer konkreten Förderplanung aus einer zuvor erarbeiteten Diagnostik-Hypothese.
- Die Teilnehmenden reflektieren ihr Lehrkrafthandeln in Bezug auf das Schaffen einer sicheren Lernumgebung und planen konkrete Veränderungen.
- Die Teilnehmenden erweitern ihr Repertoire an kompetenzstärkenden Fördermöglichkeiten, indem sie verschiedene Entspannungs- und Selbstregulationstechniken erproben, Wege des Schüler-Coachings und der neuronalen Verhaltensprogrammierung kennenlernen und ihren praktischen Einsatz planen.
Inhalte
- Input: Doppeltes Komfortzonenmodell, Vertragsmodell, Eulenmodell
- Erprobung: Kollegiale Fallanalyse als Diagnostik-Verfahren
- Transfer: Eigenständige Umsetzung der Kollegialen Fallanalye im Heimatsystem
- Erprobung: Entlastende Fördermöglichkeiten durch Schaffen einer sicheren Lernumgebung mittels Führung und Classroommanagement, Kompetenzstärkende Fördermöglichkeiten durch Entspannungs- und Selbstregulationstechniken, Schüler-Coaching, neuronale Verhaltensprogrammierung
- Transfer: Umsetzung der Förderansätze im (außer-)unterrichtlichen Alltagshandeln und in den schulischen Strukturen
Bezüge
Referenzrahmen- 1.1 - Fachliche und überfachliche Kompetenzen
- 2.3 - Klassenführung
- 2.4 - Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.8 - Feedback und Beratung
- 3.4 - Kommunikation, Kooperation und Vernetzung
Schulgesetz
- §2, Abs. 9: Erhalt und Förderung der Lernfreude, Vorbeugung bei drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen
Organisatorischer Rahmen
Die Fortbildung umfasst mindestens zwei Fortbildungsveranstaltungen, sinnvoller ist aber ein Prozess über wenigstens ein halbes Jahr mit etwa sechs Veranstaltungen, darunter im Idealfall zwei Ganztäger, während die anderen Veranstaltungen etwa 2 bis 3 Stunden umfassen können.- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Dieses Angebot richtet sich an Schulen, die Schülerinnen und Schüler mit besonders herausforderndem Verhalten als besonders belastete Menschen wahrnehmen und zielgerichtet unterstützen möchten. Zielgruppe kann ein ganzes Kollegium oder auch eine interessierte Teilgruppe sein. Gerade in sehr großen Systemen kann gut mit einer Gruppe gearbeitet werden, die durch beratende Tätigkeiten und/oder Mikro-Fortbildungen als Multiplizierende wirken können.
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