Biologieunterricht im Zoo: Projektkurse schülerorientiert und praxisnah entwickeln sowie Schülerinnen und Schüler auf das 5. Abiturfach vorbereiten
Pilotierung
Inhalt
Ziele:
Ausgehend vom Zoo als Artenschutz- und Biodiversitätszentrum entwickeln die teilnehmenden Lehrkräfte eine eigene Projektkursidee für das Fach Biologie. Dabei werden fachliche, organisatorische und prüfungsbezogene Anforderungen ebenso berücksichtigt wie die besondere Rolle der Lehrkraft in offenen und projektorientierten Unterrichtssettings.Inhalt:
Im Fokus der Fortbildung steht die Entwicklung eines Projektkurses mit den Schwerpunkten Biodiversität, Einfluss des Menschen auf Ökosysteme und Nachhaltigkeit vor dem Hintergrund der neuen APO-GOSt. Die Fortbildung verbindet fachliche Impulse, praktische Erkundungen im Zoo, Selbsterfahrung ausgewählter Methoden sowie intensive Konzeptions- und Beratungsphasen.
Als außerschulischer Lernort eröffnet der Zoo vielfältige Möglichkeiten, biologische Fragestellungen zu untersuchen und wissenschaftspropädeutisches Arbeiten mit fachpraktischen Methoden zu verbinden. Die Fortbildung greift diese Potenziale auf und verbindet sie mit der Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe in NRW. Die Lehrkräfte arbeiten dabei in einem „didaktischen Doppeldecker“: Sie erleben zentrale Methoden zunächst aus der Perspektive der Lernenden und übertragen diese anschließend auf ihre Rolle als Lernbegleitung. Deeper Learning dient hierbei als didaktisch-methodische Grundlage, um komplexe Entwicklungs- und Forschungsprozesse der Schülerinnen und Schüler zu strukturieren und lernförderlich zu begleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der reflektierten Nutzung künstlicher Intelligenz.
Fachliche Schwerpunkte
- Entwicklung biologischer Forschungsfragen im Kontext von Artenvielfalt/Biodiversität, Angepasstheit und Verhalten
- praktische Erarbeitung zentraler Methoden der Ethologie und Freilandökologie
- genuines wissenschaftliches Arbeiten
- Reflexion von Zielkonflikten zwischen menschlicher Nutzung, Nachhaltigkeit sowie Natur- und Artenschutz
Methodische Schwerpunkte
- Deeper Learning als Rahmen für die Verbindung von fachlicher Grundlegung, kooperativer Vertiefung und authentischer Leistung
- Gestaltung selbstständiger und kollaborativer Lernprozesse und die damit veränderte Rolle der Lehrkraft in offenen Unterrichtssettings
- Beratung und Coaching von individuellen und kooperativen Projektvorhaben
- Förderungsmöglichkeiten der Präsentations- und Reflexionskompetenz
- kritisch-reflektierter Einsatz von KI
Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.2 Kompetenzorientierung2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
2.10 Lernen und Lehren im digitalen Wandel
Medienkompetenzrahmen
1.2 Digitale Werkzeuge4.1 Medienproduktion und Präsentation
5.4 Selbstregulierte Mediennutzung
Organisatorischer Rahmen:
Die Fortbildung umfasst insgesamt vier Termine, die über ein Schulhalbjahr verteilt sind.
Spezielle Hinweise
Alle konzipierten Materialien werden am Ende der Fortbildung kostenfrei für den dienstlichen Gebrauch zur Verfügung gestellt.
Die Arbeitsergebnisse können im Kölner Zoo präsentiert werden.
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lehrkräfte des Faches Biologie an Gymnasien und Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe
Fachberatung Fortbildung
Sachbearbeitung
Termine
Mail an rtf@brk.nrw.de