Kinderschutz in der Primarstufe – sexualisierte, emotionale und körperliche Gewalt erkennen und sicher handeln
Inhalt
Die Fortbildungsmaßnahme dient der Stärkung der Handlungssicherheit von Lehrkräften und weiterem pädagogischen Schulpersonal im Bereich des Kinderschutzes. Die Teilnehmenden erwerben fachliche, rechtliche und pädagogische Kompetenzen, um sexualisierte, emotionale und körperliche Gewalt gegenüber Kindern frühzeitig wahrzunehmen, professionell einzuordnen und entsprechend ihrer Rollen angemessen zu handeln. Dazu werden drei Fortbildungsmodule angeboten, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten an unterschiedliche Zielgruppen wenden.
Die Fortbildungsmodule sind unabhängig voneinander buchbar. Jedes Modul hat einen Umfang von 16 Fortbildungsstunden. Alle Fortbildungsmodule finden in Präsenz statt. Die gesamte Fortbildungsmaßnahme wird als schulexterne Lehrkräftefortbildung durchgeführt.
Die Belange von Teilzeitkräften sind zu berücksichtigen, um eine Teilnahme an der Fortbildung zu ermöglichen. Insoweit wird auf § 17 ADO hingewiesen, wonach der Umfang der Dienstpflichten der teilzeitbeschäftigten Lehrkräfte (Unterrichtsverpflichtung und außerunterrichtliche Aufgaben) der reduzierten Pflichtstundenzahl entsprechen soll.
Die Fortbildung ist gemäß Nummer 13 der Richtlinie zur Durchführung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) im öffentlichen Dienst im Land Nordrhein-Westfalen (BASS 21-06 Nr. 1.1) barrierefrei zu gestalten. Schwerbehinderte Menschen sind bevorzugt zuzulassen.
Alle Veranstaltungen werden fortlaufend evaluiert. Auf Basis dieser Daten sowie aktueller Forschungsergebnisse und bildungspolitischer sowie gesellschaftlicher Entwicklungen wird die Maßnahme regelmäßig überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt.
Die Fortbildungsmodule sind unabhängig voneinander buchbar. Jedes Modul hat einen Umfang von 16 Fortbildungsstunden. Alle Fortbildungsmodule finden in Präsenz statt. Die gesamte Fortbildungsmaßnahme wird als schulexterne Lehrkräftefortbildung durchgeführt.
Modul 1: Grundlagen, Haltung und professioneller Auftrag
Das Modul richtet sich an in der Primarstufe tätige Lehrkräfte sowie weiteres pädagogisches Schulpersonal im Landesdienst und beinhaltet folgende Aspekte:- Kinderschutz als Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags
- Professionelle Haltung und Verantwortung
- Formen von Gewalt (körperlich, emotional, Vernachlässigung, sexualisiert, im digitalen Raum)
- Abgrenzungen: Grenzverletzung, Übergriff, sexueller Missbrauch
- Mythen und Fehlannahmen
- Besonderheiten des Grundschulalters
- Verhaltensänderungen und emotionale Auffälligkeiten bei Kindern
- Sexualisiertes Verhalten bei Kindern
- Psychosomatische Hinweise
- Strategien von Täterinnen und Tätern
- Risiko- und Schutzfaktoren
Modul 2: Gespräche führen und angemessen reagieren
Das Modul richtet sich an in der Primarstufe tätige Lehrkräfte sowie weiteres pädagogisches Schulpersonal im Landesdienst, insbesondere an Mitglieder von Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention, und beinhaltet folgende Aspekte:- Grundprinzipien der Gesprächsführung mit Kindern
- Zuhören ohne Ausfragen
- Sprachliche Klarheit und Stolpersteine
- Sicherheit bieten
- Gespräche mit beteiligten Kindern und Bezugspersonen
- Umgang mit eigenen Emotionen
- Einschätzung von Grenzverletzungen
- Sofortmaßnahmen und pädagogisches Eingreifen
- Unterstützungsmöglichkeiten und Kooperation mit Beratungsstellen
- Prävention im Unterricht und Schulalltag
Modul 3: Handeln bei Verdacht – rechtliche Grundlagen und Meldewege
Das Modul richtet sich an in der Primarstufe tätige Lehrkräfte sowie weiteres pädagogisches Schulpersonal im Landesdienst, insbesondere an Mitglieder von Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention sowie an Schulleitungen, und beinhaltet folgende Aspekte:- Gesetzliche Grundlagen
- Bestandteile eines schulischen Schutzkonzepts
- Rollen und Zuständigkeiten
- Kooperation mit externen Fachstellen
- Vernetzung mit Kooperationspartnern und Unterstützenden vor Ort
- Nachhaltige Verankerung von Kinderschutz
- Fürsorge- und Schutzpflicht von Lehrkräften
- Umgang mit Verdachtsmomenten
- Schulinterne Melde- und Handlungswege
- Sachliche und wertfreie Dokumentation
Die Belange von Teilzeitkräften sind zu berücksichtigen, um eine Teilnahme an der Fortbildung zu ermöglichen. Insoweit wird auf § 17 ADO hingewiesen, wonach der Umfang der Dienstpflichten der teilzeitbeschäftigten Lehrkräfte (Unterrichtsverpflichtung und außerunterrichtliche Aufgaben) der reduzierten Pflichtstundenzahl entsprechen soll.
Die Fortbildung ist gemäß Nummer 13 der Richtlinie zur Durchführung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) im öffentlichen Dienst im Land Nordrhein-Westfalen (BASS 21-06 Nr. 1.1) barrierefrei zu gestalten. Schwerbehinderte Menschen sind bevorzugt zuzulassen.
Alle Veranstaltungen werden fortlaufend evaluiert. Auf Basis dieser Daten sowie aktueller Forschungsergebnisse und bildungspolitischer sowie gesellschaftlicher Entwicklungen wird die Maßnahme regelmäßig überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt.
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Schulpersonal in der Primarstufe
Fachberatung Fortbildung
Sachbearbeitung
Termine
Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.