Kompetenzorientiert Kunstunterricht planen: Fiktionen – Konstruktion von Wirklichkeit bei Jeff Wall und Lynette Yiadom-Boakye
Inhalt
Ziele
In Bezug auf die Abiturobligatorik „Jeff Wall“ (ab 2026) sowie „Lynette Yiadom-Boakye“ (ab 2027) erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Tag vielfältige Anregungen für die Entwicklung standard- und kompetenzorientierter Unterrichtssequenzen im Fach Kunst, die alle Kompetenzbereiche (Produktion, Reflexion und Rezeption) abdecken. Den Schwerpunkt des zweiten Tages der Fortbildung bildet die gegenseitige Vorstellung und Reflexion erprobter Unterrichtssequenzen und Schülerarbeiten aus den Kursen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die auf den Inhalten des ersten Tags basieren.Inhalt
Jeff Wall dient als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit fotografischer Inszenierung und konstruierter Wirklichkeit. Seine großformatigen, sorgfältig komponierten Tableau werden wir u.a. in Bezug auf die Aspekte "Fotografie zwischen Dokumentation und Fiktion, "Anleihen bei Malerei, Film und Kunstgeschichte", "das Tableau als erzählerisches Bildformat" sowie "alltägliche Szenen, soziale Räume und implizite Narrative" betrachten.HINWEIS an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die schon die eintägige Fortbildung zu Jeff Wall besucht haben: es wird mit dieser Fortbildung zu Wall/Boakye einige inhaltliche Überschneidungen ("Basics" zu Jeff Wall) geben, aber auch neue Inhalte zu Jeff Wall.
Lynette Yiadom-Boakye eröffnet demgegenüber einen Zugang zur zeitgenössischen figurativen Malerei. Ihre expressiven, aus der Imagination entwickelten Figuren laden zur Auseinandersetzung mit Fragen von Identität, Repräsentation, Körperlichkeit und Zeit ein. Es werden zentrale Aspekte ihres Werkes wie "Figurendarstellung ohne konkrete historische oder narrative Festlegung", "Malerische Prozesse, Farbe, Gestus und Atmosphäre", "Leerstellen, Ambivalenz und Offenheit in der Bilddeutung" sowie "Bezüge zu Kunstgeschichte und gesellschaftlichen Diskursen" behandelt.
Wie werden mit einem vergleichenden Blick z.B. auf die jeweiligen narrativen Strategien der Künstler, auf deren Darstellung von Körper und Gestik sowie auf den Umgang mit Leerstellen und Ambiguität schauen
Weiterhin werden unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten thematisiert und exemplarisch erprobt sowie kreative, motivierende und schülerorientierte Sequenzen behandelt, die sich leicht an die individuelle Situation der eigenen Lerngruppe und Schule anpassen lassen.
Im zweiten Teil der Fortbildung werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum vorgegebenen Thema Unterrichtsmaterialien mitgebracht und präsentiert.
Fragestellungen und Herausforderungen des Gemeinsamen Lernens werden berücksichtigt.
Bezüge
Referenzrahmen Schulqualität:- 2.1.1 Die Lehr- und Lernprozesse sind an den zu erzielenden Ergebnissen und Wirkungen ausgerichtet, wie sie im Schulgesetz, in Richtlinien, Lehrplänen und weiteren Vorgaben zu pädagogischen und gesellschaftlich bedeutenden Aufgabenbereichen ausgewiesen sind.
- 2.2.1 Die individuelle Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Zentrum der Planung und Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse.
- 2.4.1 Das Lehren und Lernen wird schülerorientiert und heterogenitätssensibel gestaltet.
- 3.4.1 In der Schule existiert ein funktionierender Informationsaustausch.
- 2.5.1 Lernprozesse sind kognitiv aktivierend gestaltet.
- 4.1.3 Lehrkräfte entwickeln ihre beruflichen Kompetenzen im Rahmen von Fort- und Weiterbildung kontinuierlich weiter.
Medienkompetenzrahmen NRW:
- 4.1 Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens kennen und nutzen
- 4.2 Gestaltungsmittel von Medienprodukten kennen, reflektiert anwenden sowie hinsichtlich ihrer Qualität, Wirkung und Aussageabsicht beurteilen
- 5.1 Die Vielfalt der Medien, ihre Entwicklung und Bedeutungen kennen, analysieren und reflektieren
Organisatorischer Rahmen
Spezielle Hinweise- Die Teilnehmenden werden gebeten, ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mitzubringen. Die Nutzung von dienstlich zur Verfügung gestellten digitalen Endgeräten wird empfohlen.
- Zur systematischen Verankerung von Fortbildungserkenntnissen im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
- Ggf. entstehende Materialkosten müssen über das jeweilige Schulfortbildungsbudget erstattet werden.
- Bei der Teilnahme an digitalen Formaten im Rahmen von Fortbildung sind in besonderer Weise Auswirkungen auf die Summe der dienstlichen Tätigkeiten zu beachten. (Weitere Hinweise siehe: BASS 20-22 Nr. 15 „Dienstvereinbarung mit den Hauptpersonalräten zum Einsatz digitaler Formate in der Lehrkräftefortbildung“).
Allgemeine Hinweise
- Sofern mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung im Rahmen der Auswahlkriterien bevorzugt berücksichtigt.
- Datenschutz: Zulässig sind Anwendungen, Programme und Apps (im Folgenden kurz „App“) bei denen sichergestellt werden kann, dass Daten mit Personenbezug aus der Schule nach den Vorgaben der DSGVO verarbeitet werden können. Wenn dies nicht sichergestellt werden kann, sollten mit der jeweiligen App nur Daten verarbeitet werden, die keinen direkten Personenbezug aufweisen. Informieren Sie sich auch gerne in der Handreichung „Datenschutz an Schulen“ der Medienberatung NRW.
- Anfallende Reisekosten der Teilnehmenden werden über das Fortbildungsbudget der Schulen bestritten.
- Entnehmen Sie weiterführende Informationen aus unseren FAQs, z. B. zu Kinderbetreuungskosten: https://www.bezreg-muenster.de/themen/bildung-schule-und-sport/aus-und-fortbildung/fort-und-weiterbildung/organisatorische
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lehrkräfte der Sekundarstufe II für das Fach Kunst
Fachberatung Fortbildung
Sachbearbeitung
Termine
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- 09:00–16:00 Uhr Gesamtschule-Buer-Mitte Gelsenkirchen
- 09:00–13:00 Uhr Gesamtschule-Buer-Mitte Gelsenkirchen