Kontroversität in Schulen vor dem Hintergrund des Beutelsbacher Konsenses und des Neutralitätsgebotes
Inhalt
Ziele:
Ziel der Fortbildung ist es, ein fundiertes Verständnis zentraler Demokratiebegriffe zu vermitteln und deren Bedeutung im Kontext der Bundesrepublik Deutschland zu reflektieren.Die Teilnehmenden setzen sich mit dem Bildungsauftrag zur Demokratie auseinander und lernen, wie dieser in der Schule verankert ist.
Auf dieser Basis werden Konzepte und Herausforderungen einer demokratischen Unterrichts- und Schulkultur diskutiert.
Die Teilnehmenden …
- klären zentrale Demokratiebegriffe und beziehen sie auf Schule und Unterricht.
- setzen sich mit dem Beutelsbacher Konsens und dem Neutralitätsgebot auseinander.
- arbeiten an allgemeinen sowie schulformspezifischen Fallbeispielen aus dem Schulalltag.
- gewinnen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit kontroversen Themen.
- entwickeln auf der Grundlage zentraler Impulse Ideen, wie Demokratie im Unterricht und im Schulleben erfahrbar werden kann.
- reflektieren die eigene Rolle zwischen Haltung, Neutralität und pädagogischer Verantwortung.
Inhalt:
Demokratie ist mehr als ein politisches System. Sie ist eine gelebte Kultur des Miteinanders, die bereits in der Schule beginnt. Doch was genau bedeutet Demokratie im Kontext der Bundesrepublik Deutschland? Welche theoretischen Grundlagen prägen unseren Demokratiebegriff und wie lassen sich diese für den schulischen Alltag fruchtbar machen?Die Fortbildungsmaßnahme beginnt mit einer Auseinandersetzung mit den Grundprinzipien und der historischen Entwicklung des Demokratiebegriffs. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem politischen System der Bundesrepublik Deutschland und seinen zentralen Werten wie Freiheit, Gleichheit, Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit.
In einem weiteren Teil der Fortbildung geht es um die Frage, wie kontroverse, politische und gesellschaftliche Themen in Unterricht und Schulalltag aufgegriffen werden können. Dabei wird geklärt, wie Lernende zu eigener Urteilsbildung befähigt werden, ohne sie zu überwältigen oder einseitig zu beeinflussen.
Zugleich wird thematisiert, wo die Grenzen von Kontroversität liegen. Die Fortbildung fragt danach, wann Lehrkräfte professionelle Zurückhaltung wahren sollten und wann eine klare Haltung notwendig ist. Dies gilt besonders bei diskriminierenden, menschenfeindlichen oder demokratiefeindlichen Aussagen.
Die Reflexionsveranstaltung wird im Onlineformat durchgeführt. Thema ist hier der Einsatz von Mikro-Methoden zur Stärkung demokratischer Strukturen und die Entwicklung eines Aktionsplans für den eigenen Schulalltag.
Die Maßnahme wird als schulexterne Fortbildung schulformübergreifend durchgeführt.
Ergänzend wird ein Vorkurs im Umfang von drei Fortbildungsstunden im digitalen asynchronen Format angeboten, der Teilnehmenden empfohlen wird, die über geringe Kenntnisse der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, des Neutralitätsgebots oder des Beutelsbacher Konsenses verfügen. Die Teilnahme am Vorkurs ist nicht verpflichtend.
- 3 Fortbildungsstunden (Vorkurs)
- 8 Fortbildungsstunden in Präsenz
- 4 Fortbildungsstunden synchron im Online-Format
Aspekte der Heterogenität und des Gemeinsamen Lernens werden in dieser Fortbildung vermittelt.
Folgende Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität werden berücksichtigt:
- 1.1. Fachliche und überfachliche Kompetenzen
- 3.1. Werte- und Normenreflexion
- 3.3. Demokratische Gestaltung
- 4.2. Umgang mit beruflichen Anforderungen
Bitte bringen Sie nach Möglichkeit ein digitales dienstliches Endgerät (Laptop/ Tablet) bereits am ersten Veranstaltungstag mit.
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Die Fortbildungsmaßnahme richtet sich an Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des weiteren pädagogischen Personals aller Schulformen, die Demokratie als Leitprinzip schulischer Bildung stärken möchten.
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Termine
Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.