SchiLf: Resilienz stärken und empathisch kommunizieren - Förderung von Handlungssicherheit im Grundschulkontext
Inhalt
Inhalte und Ziele
Die Anforderungen an den schulischen Alltag in der Grundschule sind durch zunehmende Heterogenität, veränderte soziale Bedingungen sowie gestiegene Erwartungen an Beziehungsarbeit, Klassenführung und emotionale Unterstützung deutlich gewachsen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die gezielte Förderung von Resilienz und Selbstregulationskompetenz bei Schülerinnen und Schülern sowie bei Lehrkräften eine zentrale Bedeutung.Die Fortbildung greift diese Entwicklung auf und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der professionellen Handlungskompetenz des Kollegiums. Sie ist dem Bereich Professionalisierung / Umgang mit beruflichen Anforderungen sowie der Schulkultur – Kultur des Umgangs miteinander zuzuordnen und orientiert sich am Referenzrahmen Schulqualität NRW.
Ziel der Fortbildung ist es, die Resilienzkompetenz von Lehrkräften im Umgang mit beruflichen Belastungen zu stärken, die Selbstregulationsfähigkeit als zentrale personale Kompetenz weiterzuentwickeln, praxistaugliche Methoden zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen von Kindern im Grundschulalter zu vermitteln und den bewussten Einsatz empathischer Kommunikation als präventives und deeskalierendes Instrument im schulischen Alltag zu fördern.
Zentrales Struktur- und Ordnungsprinzip des Fortbildungstages sind die Sieben Säulen der Resilienz, die systematisch auf den schulischen Kontext übertragen werden:
- Lösungsorientierung – Entwicklung einer handlungsorientierten Grundhaltung
- Selbstregulation – bewusster Umgang mit eigenen Emotionen und Stressreaktionen
- Eigenverantwortung – Stärkung der professionellen Selbstwirksamkeit
- Akzeptanz – realistische Einordnung von Belastungen und Rahmenbedingungen
- Netzwerkorientierung – Nutzung kollegialer und institutioneller Unterstützung
- Zukunftsplanung – Zielklarheit und strukturierte Handlungsperspektiven
- Realistischer Optimismus – Zuversicht auf Grundlage realistischer Einschätzung
Ergänzend werden zentrale Elemente der empathischen bzw. gewaltfreien Kommunikation sowie bewährte Anti-Ärger-Strategien aufgegriffen. Der Fokus liegt auf:
- der bewussten Wahrnehmung eigener Bewertungen und innerer Haltungen,
- dem professionellen Umgang mit herausfordernden Gefühlen (z. B. Ärger, Frustration, Überforderung),
- der Übertragung dieser Kompetenzen auf die pädagogische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern,
- der Entwicklung einfacher, altersangemessener Methoden zur Förderung von Selbstregulation im Unterricht.
Das Fortbildungsangebot berücksichtigt die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u.a. behinderungsspezifischen Bedürfnissen (Umsetzung des Artikel 24 der VN-Behindertenrechtskonvention).
Bezüge zum Lehrplan NRW:
Übergreifender Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule NRW
- Entwicklung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein,
- Förderung von sozialem Lernen und Konfliktfähigkeit,
- Unterstützung beim Umgang mit Emotionen,
- Stärkung der Resilienz und Belastbarkeit im schulischen Alltag.
Lehrplan Deutsch
- Sprechen und Zuhören
- Richtig miteinander sprechen und zuhören
- Gesprächsregeln einhalten und Konflikte sprachlich klären.
Lehrplan Sachunterricht
- sich selbst und andere wahrzunehmen,
- mit Konflikten und Belastungen umzugehen,
- Verantwortung für sich und das soziale Miteinander zu übernehmen.
Bereiche Soziales Lernen und Erziehungskonzept der Schule
- praxisnahe Methoden zur Förderung von Selbstregulation und Frustrationstoleranz,
- Strategien zur Konfliktlösung und Deeskalation,
- Stärkung von Empathie und Perspektivübernahme.
Beitrag zur individuellen Förderung
- unterschiedliche emotionale Ausgangslagen von Kindern,
- individuelle Reaktionsmuster bei Stress und Konflikten,
- ressourcenorientierte Zugänge zur Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler.
Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität NRW:
- 1.1.2: Überfachliche Kompetenzen
- 1.3.1: Zufriedenheit der an Schule Beteiligten
- 2.3: Klassenführung
- 2.4: Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 3.2: Kultur des Umgangs miteinander
- 3.4 – Kommunikation, Kooperation und Vernetzung
- 4.2 – Umgang mit beruflichen Anforderungen
- 4.1 – Lehrerbildung / Fortbildung
Hinweise zu den Rahmenbedingungen
- Es handelt sich um eine schulinterne Lehrkräftefortbildung.. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reisekosten sowie Kosten für Kinderbetreuung sind über den Fortbildungsetat der anfragenden Schule abzurechnen.
- Bei halbtägigen Veranstaltungen werden die Schulleitungen gebeten, in der Stundenplanung eine angemessene Mittagspause für die Teilnehmenden zu berücksichtigen.
- Veranstaltungen, die als Onlineformat angeboten werden, werden über das Programm Zoom unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen durchgeführt. Gegebenenfalls wird Ihnen auch ein temporärer Zugriff auf das Lernmanagementsystem (Logineo LMS) des Regionalteams eingerichtet. Die Zugänge werden Ihnen in der Regel wenige Tage vor der Veranstaltung per Mail zugesandt.
- Bitte bringen Sie ein digitales Endgerät (Tablet) mit. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei der zuständigen Fachberatung zur besseren Planung der Veranstaltung.
Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne persönlich bei der zuständigen Fachberatung der Bezirksregierung Detmold.
Ansprechperson im RTF
Oliver Schwichtenberg05231 71-4674
oliver.schwichtenberg@bezreg-detmold.nrw.de
Fachberater im Regionalteam für Lehrkräftefortbildung
Dezernat 46: Lehrerfortbildung und -weiterbildung
Büntestraße 1, 32427 Minden
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Überfachlich
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- Lehrkräfte der Primarstufe und Pädagogisches Personal
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